Dr. Dr. Rainer Zitelmann: Erfolg durch Unangepasstheit                                                                               

Für ihn ist Unnachgiebigkeit eine Tugend – und Mittelmaß ein Fremdwort. Zitelmann ist jemand, der bewegt, der den Wandel und die Herausforderungen liebt. Als Historiker, Publizist, liberaler Vordenker, Investor und Inhaber einer PR-Agentur zeigt er, was es bedeutet, in einer Vielzahl von Disziplinen erfolgreich zu sein und beweist, dass es sich lohnt, gegen den Strom zu schwimmen. Zugleich ist Zitelmann auch jemand, der den Mut hat zu polarisieren. Seine Autobiografie „Wenn du nicht mehr brennst, starte neu“ ist ein prometheischer Funke der Zuversicht, ein Plädoyer und ermuntert den Leser, wie kaum ein anderes Werk, neue Gipfel zu erklimmen. Das Buch schildert in 14 Kapiteln Zitelmanns anfängliche linksradikale Jugend als Maoist, führt den Leser über seine Karriere im Journalismus, bis hin zu den Erfolgen in der Immobilienbranche und der Etablierung seiner überaus erfolgreichen PR-Agentur. Anschließend eröffnet er dem Leser in dem viel gelobten 15. Kapitel seine persönlichen 12 Lebensregeln, die ihn zum Erfolg geführt haben.

Zufriedenheit reicht nicht

Zentrales Thema ist Freiheit und die Frage nach der Selbstverwirklichung. Zitelmann steht dafür ein, dass jeder sich selbst Rechenschaft schuldig ist. Er ermuntert den Leser, eigene Vorstellungen zu hinterfragen – und wagt dabei auch den kritischen Blick nach innen. Zitelmann schöpft Stärke daraus, Altes in Frage zu stellen. Dies beweist er etwa auch damit noch mit 59 seine zweite Doktorarbeit zu schreiben und nach langjähriger Journalismustätigkeit eine eigene PR-Agentur zu gründen. Hier einige Fragen an Dr. Dr. Zitelmann :

Wann haben Sie sich zu einem beruflichen Neustart entschlossen und warum?

Zitelmann: Das habe ich mehrmals in meinem Leben. Ich habe eine Stelle an der FU Berlin gekündigt und wurde Cheflektor des Ullstein-Verlages. Von da aus ging ich dann als Ressortleiter zur WELT. Mit 43 Jahren habe ich meine Stelle bei der WELT gekündigt und meine eigene Firma gegründet. Mit 59 Jahren habe ich diese Firma wieder verkauft, meine zweite Doktorarbeit geschrieben und mir neue Tätigkeitsfelder gesucht.

Woran haben Sie gemerkt, dass Sie nicht mehr „brennen“?

Zitelmann: Woran merkt man, wenn die Liebe erkühlt? Wenn man vermehrt nach links und rechts schaut, wenn sich Routine einstellt, wenn man sich nicht mehr so sehr auf den Montag freut. Vielen Menschen genügt es, wenn der Job so ist, dass „man nicht meckern kann“ und zufrieden ist. Mir genügt das nicht. Natürlich sollte man nicht sofort alles wegwerfen, wenn man mal einige Wochen oder auch Monate mit weniger Begeisterung bei der Sache ist. Vielleicht ist es nur eine vorübergehende Phase, so wie es das auch in einer Liebesbeziehung gibt. Aber wenn Sie ehrlich zu sich sind und die Messlatte nicht zu niedrig legen („man kann nicht meckern“), dann werden Sie, so wie ich, wissen, wann es an der Zeit ist, sich neu zu orientieren.

Was ist Ihrer Erfahrung nach das Schwierigste, wenn man in fortgeschrittenem Alter den Sprung in die Selbstständigkeit wagt?

Zitelmann: Ich habe zuerst durch nebenberufliche Tätigkeiten als Seminarveranstalter das Selbstvertrauen gewonnen, dass ich unternehmerisch etwas auf die Beine stellen kann. Das war für mich wichtig. Ich denke nicht, dass das Alter ein Nachteil ist. Ganz im Gegenteil. Junge Menschen sind oft überoptimistisch und erkennen Risiken nicht. Dadurch besteht eine große Gefahr, dass sie mit der Selbstständigkeit scheitern. Ich war stets eher sicherheitsorientiert als risikoorientiert. Das hat mich blockiert, eher den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Aber nachdem ich dann einmal den Schritt gewagt hatte und Unternehmer geworden war, habe ich dieses Sicherheitsstreben, das ich davor an mir nicht so gemocht hatte, sogar schätzen gelernt, weil es mir geholfen hat, unnötige Risiken zu vermeiden. Ich schildere das ausführlicher in meinem Buch – vielleicht können sich andere Menschen darin wiedererkennen.

Welche drei, vier Tipps geben Sie Menschen im mittleren Alter, die noch einmal etwas beruflich Neues wagen wollen?

Zitelmann: Erstens: Lesen Sie Bücher über Unternehmer (wie etwa mein Buch), die Sie motivieren und aus denen Sie lernen können. Ich habe unendlich viele solcher Bücher gelesen, bevor ich mich selbstständig gemacht habe. Zweitens: Wenn Sie als Angestellter beruflich nicht erfolgreich sind, dann ist das nicht die beste Voraussetzung für eine Selbstständigkeit. Vielleicht deutet das auf Defizite hin, die sich noch viel stärker bemerkbar machen, wenn Sie selbstständig sind. Drittens: Verkaufstalent ist das Wichtigste. Wenn Sie keine Freude an der Akquise, am Verkauf haben, dann sollten Sie sich nicht selbstständig machen. Viertens: Fangen Sie nebenberuflich etwas Neues an, um zu sehen, ob es funktioniert. Vor allem aber: Warten Sie nicht auf den „richtigen Zeitpunkt“, bis Sie „perfekt vorbereitet sind“. Denn der ist niemals da. Sie sollen zwar nichts überstürzen, aber besser ist es, wenn Sie unperfekt anfangen, als wenn Sie perfekt zögern.

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Ein Buch für jeden, der durchstarten möchte

„Wenn du nicht mehr brennst, starte neu“ motiviert den Leser seine Horizonte zu erweitern und eigene Denkblockaden in Frage zu stellen. Denn die existieren oftmals nur im eigenen Kopf. Hier liegt Zitelmann ganz auf einer Linie mit seinem Bestseller- Buch „Setze dir größere Ziele“. Doch in der Autobiografie geht er einen Schritt weiter und verdichtet seine Erkenntnisse in zwölf Lebensregeln, die für viele Leser eine große Hilfe sein dürften. Das Buch ist ein Plädoyer für ein mutiges und freiheitliches Leben. Für den Erfolg kommt es weniger auf die Umstände, als das persönliche Engagement an. „Das Versagen ist nicht das Schlimmste, das uns widerfahren kann. Das Schlimmste ist, gar nicht erst zu versuchen, unsere Wünsche zu befriedigen. Wenn Sie es versuchen, haben Sie in jedem Fall eine Chance auf Erfolg.“

Seine Biografie ist hier erhältlich: http://zitelmann-autobiografie.de

 

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